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Die Leberzirrhose (Schrumpfleber)

Zu den wichtigsten Organen unseres Körpers zählt die Leber. Sie ist lebensnotwendig und bei einem Verlust der Leber kann nur noch eine Transplantation helfen. Denn wenn die Leber versagt, geht es im wahrsten Sinne um Leben und Tod. Doch wie ist es überhaupt möglich, ein so wertvolles Organ zu verlieren? Das kann unter anderem durch Erkrankungen geschehen. Eine dieser Erkrankungen ist die Leberzirrhose.

Das sind die Aufgaben der Leber

Die Aufgaben der Leber sind im Wesentlichen die Verdauung und der Stoffwechsel. Denn vom Magen und Darm ausgehend gelangen die verwertbaren Bestandteile durch das Blut in die Leber. Zucker und Fette werden in der Leber verarbeitet und es wird Gallenflüssigkeit produziert, damit die Fettverdauung im Dünndarm vorangetrieben werden kann.
Die Leberzellen dienen als eine Art Filterstation. Sie stellen auch das funktionstüchtige Lebergewebe her. Sollten einmal gefährliche Substanzen in den Körper geraten sorgt die Leber dafür, dass diese schnellst möglich aus dem Körper ausgeschieden werden. Das geschieht zum einen über das Blut, welche die Substanz zu den Nieren transportiert oder aber direkt über die Gallenflüssigkeit. Denn dort können derartige Substanzen über den Darm ausgeschieden werden.

Was versteht man unter einer Leberzirrhose?

Ursachen der Leberzirrhose sind zu 60% ein übermäßiger Alkoholkonsum. Aber auch Hepatitis (B, C und D), meistens verursacht durch Viren, kann eine Leberzirrhose auslösen und ist bei 10% der Erkrankten die Ursache. Zu den eher selteneren Ursachen zählen unter anderem noch Erkrankungen, die einen Gallenstau verursachen können oder auch Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen.

Die Symptome lassen sich gut erkennen. Darunter zählen am häufigsten Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, eine verminderte Leistung und Müdigkeit. Es können aber auch noch weitere Symptome auftreten, wie z.B. eine Verfärbung der Haut (Ikterus), Erbrechen, Übelkeit, Völlegefühl und Druckschmerzen im Bauch. Des Weiteren gehören bei manchen Erkrankten auch rote, punktförmige Gefäßknötchen, eine auffällig glatte, glänzende und rote Zunge, rote glänzende Lippen und Hautrötungen des Daumen- und Kleinfingerballens. Bei einem Mann lassen sich auch noch spezifischere Symptome abzeichnen. Wenn die Zirrhose bereits fortgeschritten ist, können sich Brüste bilden, da der Hormonhaushalt gestört sein kann. Frauen klagen hingegen häufig über unregelmäßige Monatsblutungen. Ebenfalls auffällig ist ein zunehmender Bauch. Denn Flüssigkeit kann sich anstauen und im Bauchraum verteilen. Es entsteht „freies Wasser“ im Bauch, was man auch als „Aszites“ bezeichnet.
Im Magen und auch in der Speiseröhre können Blutungen entstehen, da es an gewissen Bestandteilen welche für die Blutgerinnung notwendig sind mangelt oder sogar fehlt. Durch die mangelnde Entgiftung kann es sogar zu Hirnschäden kommen und im späteren Verlauf der Krankheit können sich bösartige Tumore bilden.

Damit eine Leberzirrhose sicher festgestellt werden kann, wird ein Ultraschall und eine Blutuntersuchung gemacht. Sollte es dann zu dem Ergebnis kommen, dass man an einer Zirrhose leidet, werden auch weitere Untersuchungen vorgenommen, um beispielsweise die Blutungen im Magen und in der Speiseröhre zu verhindern.

Eine Leberzirrhose kann nicht geheilt werden. Es wird in einer Therapie aber darauf Wert gelegt, dass die Erkrankung nicht weiter fortschreiten kann und die Vorkommnisse von Komplikationen möglichst gering gehalten werden. Der Erkrankte muss dann seine Ernährung umstellen, Alkohol und bestimmte Tabletten sind tabu und eine Ernährung mit ärztlichen Vorgaben ist zwingend notwendig. Die meisten Schadstoffe werden nun über den Stuhlgang ausgeschieden. Um diesen zu fördern sind genug Flüssigkeit und Bewegung aber auch genügend Ballaststoffe wichtig. Mit Medikamenten können weitere Symptome gemildert und teilweise beiseite geschafft werden. In seltenen Fällen hilft dann unter bestimmten Bedingungen zuletzt eine Lebertransplantation.

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